Umland

In der nächstgelegenen Stadt Barjac können alle notwendigen Einkäufe erledigt werden. Ein Supermarkt und mehrere kleine Einzelhandelsläden bieten Gelegenheit dazu. Und natürlich mehrere Bäckereien. Barjac ist kleines Renaissance-Städtchen (ca. 1600 Einwohner) mit dem typischen Charme südfranzösischer Kleinstädte. Zu den lokalen Attraktionen gehört neben den Boule-Wettkämpfen und Dorffesten vor allem die Antiquitätenmesse , der Brocante, der zweimal im Jahr (Ostern und Anfang August) stattfindet. Freitags ist Markttag, dann kann man zwischen den verschiedenen regionalen Spezialitäten (Wurst, Ziegenkäse, Honig, Kräuter etc.) und einem reichhaltigen Angebot an frischen Lebensmitteln aussuchen. Barjac hat eine Tankstelle, ein Postamt, eine Bank samt Geldautomaten, eine Apotheke sowie einige Restaurants.

 

Städte der Umgebung:

Vallon Pont d'Arc an der Ardèche. Die mit dem berühmten Felsbogen über der Ardèche in der Nähe (ca. 15 km). Markt ist donnerstags. Rund um Vallon finden Kanuten und Kletterer alles, was das Herz begehrt

Uzès, eine kleine Stadt, die schon provencalische Atmosphäre hat; viele Geschäfte mit Kunsthandwerk und nette Restaurants; samstags ist Markttag

Montclus, ein kleiner verschwiegener Ort, wo man auch gut ein Bad in der Cèze nehmen kann...

18 km entfernt und am Ufer der Cèze ist St. Ambroix. Nicht nur für Großeinkäufe in einem der riesigen Supermärkte oder um dort billig zu tanken lohnt sich die Fahrt dorthin. Die Stadt hat auch ein paar nette Gässchen.

Der größte Markt der Umgebung findet mittwochs in Bagnols sur Cèze (ca. 30 km) statt.

Die großen kulturhistorischen und landschaftlichen Sehenswürdigkeiten der Provence (Orange, Avignon, Arles, NÎmes, Pont du Gard, St. Remy, Les Beaux, Camargue) sind in einer bis anderthalb Autostunden erreichbar.

 

Mittlerweile auch bekannt sind die Schönheiten der Cevennen. Über St. Ambroix und Bessèges gelangt man in kurzer Zeit in eine Landschaft, die mit ihren Wäldern, Hochebenen und Schluchten eine Wildheit bewahrt hat, wie man sie heute nur noch selten findet. Ein großer Teil dieser Landschaft ist ein riesiges Naturschutzgebiet.

Spaziergänge, Wanderungen und Radtouren in die nähere und fernere Umgebung lassen sich - wie man will - erholsam naturverbunden oder auch sportlich gestalten. Wanderwege und Höhenlinien sind vor allem in der „Carte Topographique" Nr.59 des IGN (1:100 000) verzeichnet, ansonsten hilft der gelbe Michelin (Nr. 80) weiter. Bei längeren Ausflügen empfiehlt sich die Mitnahme von Proviant, da die Geschäfte über Mittag schließen. Wie schon erwähnt, baden kann man (fast) überall, in der näheren Umgebung in der Cèze und in der Ardèche. Entdecken Sie einige der zahlreichen, z.T. verschwiegenen, kleinen Plätzchen. Größere Strände gibt es aber auch wie bei Vallon Pont d'Arc. Rund um St. Privat am Cèze-Ufer gibt es einige FKK-Anlagen („Naturistes"), die z.T. unter Kennern einen guten Ruf genießen. Das Wasser in beiden Flüssen ist auch im Sommer erfrischend und sauber.

 Kanu- und Kajakfahrten sind auf beiden Flüssen möglich, im Sommer wegen der z.T. geringen Wassertiefe auf der Cèze aber etwas eingeschränkt. Die Boote werden für eine bestimmte Strecke vermietet, an deren Ende holt der Vermieter Mensch und Boot wieder ab. Ein beliebter Startort ist Vallon (Ardèche) und St. Ambroix (Cèze) .

 

Reiten kann man mittlerweile an verschiedenen Stellen in der Region.. Auch hier ist Vallon ein guter Ausgangspunkt. Drei größere Grotten und Höhlen befinden sich in der Nähe. Eine der schönsten und größten) Tropfsteinhöhlen,  nicht nur Frankreichs, befindet sich in Orgnac ( ca. 10 km von Barjac ).

 

Das Gebiet der Ardèche und ihrer Nebenflüsse ist ein El Dorado für Kletterspezialisten. Wer sich dafür interessiert, sollte sich zu Hause mit entsprechenden Karten eindecken. Die Schwierigkeitsgrade sind gestaffelt, so dass Anfänger und Könner auf ihre Kosten kommen. Feste finden während der ganzen Saison in allen umliegenden Dörfern und Städten statt. Daneben sind auch die „Concours de Petanque", die Boule-Wettkämpfe immer noch beliebte gesellschaftliche Ereignisse.

 

Festivals finden vor allem in den größeren Städten statt, darunter das Musik-Festival von Orange und das berühmte Theater-Festival von Avignon im Juli. Gelegentlich gibt es aber auch interessante Aufführungen in der Umgebung wie in Montclus (Freilichtaufführungen) und im Schloss von Barjac.

 

Okzitanische Literatur und Musik als Ausdruck kultureller Tradition des Landes findet sich vor allem in Bagnoles (eine Buchhandlung findet man am Markt).

Die Region

 

Der Süden Frankreichs zählt zu den schönsten und abwechslungsreichsten Landschaften Europas. Beiderseits der Rhône wechseln Höhenzüge mit zerklüfteten Flussläufen, karge Hochebenen und Wein- und Lavendelfelder einander ab. Malerische kleine Dörfer und bedeutende historische Städte laden zum Besuch ein. Wenn der Mistral nicht gerade weht, ist das Klima mild, die Sommer sind sehr warm. Die provencalische Küche ist schon sehr mediterran, rund um St. Privat aber auch noch rustikal und deftig. Wer einen Tagesausflug ans Meer machen möchte, ist in eineinhalb Stunden in der Camargue, die Papststadt Avignon und Nimes mit seiner imposanten Arena erreicht man in ca. einer Stunde. In Orange mit seiner nicht minder beindruckenden Arena und seiner schönen Altstadt ist man sogar noch eher.

 

Die südfranzösische Landschaft ist kein weißer Fleck auf der Landkarte mehr, das ist einem bewusst, wenn man dahin fährt. Und dass man schon eher ins Landesinnere fahren muss, wenn man Orte und Gegenden etwas abseits des Massentourismus sucht, weiß man auch. St. Privat liegt noch nicht einmal eine Autostunde von der Autobahnabfahrt Bollène entfernt, ist also gut erreichbar. Zwischen dem Unterlauf der Ardèche und den Cevennen erstreckt sich ein Gebiet, das der Provence an landschaftlicher Schönheit nicht nachsteht und das, anders als der Küstenstreifen, seinen ursprünglichen Charakter weitgehend bewahrt hat. Auch dort gibt es Orte, die im Sommer von Touristen bevölkert sind, in St. Privat dagegen hat sich das Ursprüngliche - trotz allem - bewahrt, seine Lage und die Infrastruktur  lassen Massenandrang nicht zu. Ein wenig scheint die Zeit dort stehen geblieben zu sein.

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